Norcia

Die Sabiner-Stadt Norcia, im malerischsten und bergigsten Teil von Umbrien, im Gebiet des Nationalparks Monte Sibillini gelegen, ist im Hinblick auf Umwelt, Kunst, Gastronomie und Kultur, sehr reich. Dies macht sie für Besucher attraktiv und einzigartig. Dieser Ort ist ideal für alle, die mit unberührter Natur in Kontakt kommen wollen, Sport, Ruhe und hohe Lebensqualität lieben.
Norcia war schon immer eine freundliche und einladende Stadt. Sie ist die Heimatstadt des Heiligen Benedikt, eines der bedeutendsten Schutzpatrone Europas:
Besucher von Norcia wollen die tiefe benediktinische Spiritualität kennenlernen, oder sie fühlen sich von seinem kulinarischen Ruf angezogen, der aus der Stadt eines der größten und gesuchtesten gastronomischen Paradiese Italiens macht. Norcia ist die Hauptstadt der berühmten Schwarzen Trüffel, berühmt auch für Käse, Linsen, Schinken, Salami und andere Produkte der köstlichen ‘norcineria‘. Seine touristische Bedeutung hat sich über die Jahre in perfektem Einklang mit dem Schutz der natürlichen und architektonischen Schönheiten entwickelt, die auch die ganze Umgebung hervorheben.


Monte Sibillini-Nationalpark

Die Behörde Nationalpark Monte Sibillini wurde 1993 gegründet. Alle lebenden Kreaturen des Monte Sibillini Parkes haben noch jene ‘natürliche Wildheit‘, die dazu beitragen wird, einen Aufenthalt in dieser Berglandschaft unvergesslich zu machen. Die Vegetation verändert sich hier zauberhafterweise und langsam, während man von der Ebene zu den höchsten Gipfeln steigt.
Bis 1000 Meter Höhe werden Sie Wälder von Eichen, Hainbuchen und schwarzen Goldregen finden, dann Buchen. Die Grenze der Waldvegetation liegt heute jedoch bei um die 1700-1750 m,
100 Meter niedriger als früher. Dies liegt an Einschnitten, die früher durchgeführt wurden,
um die Entwicklung von Weideland zu fördern. Oberhalb der möglichen Grenze des Waldgebietes, findet sich ursprüngliches, natürliches Weideland, wo man seltene und geschätzte Tierarten bewundern kann.
Auch die Fauna ist sehr interessant. Insbesondere kann man immer noch Wölfe, die scheue Wildkatze, Stachelschweine und Rehe sehen, die sich erst innerhalb der letzten Jahrzehnte verbreitet haben und sich in wärmeren Zonen aufhalten. Durch Projekte zur Wiederansiedlung sind heute auch Hirsche und Gemsen aus den Apenninen in den Park zurückgekehrt. Unter den Vögeln ist besonders auf den Königsadler hinzuweisen, der seit den Anfängen des Parks auch in seit Jahren verlassenen Zonen nistet, wie auch auf Habicht und Sperber, typische Bewohner waldiger Umgebung, und auf den Wanderfalken. Desweiteren kann man auch die Königseule und verschiedene Krähenarten beobachten. Unter den Reptilien ist die Ursini-Viper hervorzuheben, die im Süden von Italien (im Park liegt die nördliche Grenze ihrer Verbreitung in Italien) weit verbreitet ist. Bezüglich wirbelloser Tiere verweisen wir auf Krebstiere, chirocefalo del Marchesoni genannt, die - örtlich begrenzt - am Pilato See vorkommen.


Castelluccio di Norcia

Die Geschichte von Castelluccio und seine Entwicklung sind eng mit der Geschichte der Schafzucht verbunden. Als es notwendig wurde, Schafzucht nicht mehr nur saisonal, sondern ständig zu betreiben, begann die Abholzung der höchsten Bereiche, um neue Weideflächen zu schaffen. Darüber hinaus wurde Holz als Material für Gebäude und zum Heizen gebraucht. Die eng beieinander stehenden Häuser scheinen sich gegenseitig vor der Kälte zu schützen. Oft haben sie kleine Fenster. Sobald man auf die höchste Erhebung des Hügels geklettert ist, einst ‘Bilder‘ genannt, erreichen Sie das alte Dorf. Die Kirche Santa Maria Assunta (Aufnahme Mariens in den Himmel) stammt aus dem Jahr 1500 und ist das wichtigste kunsthistorische Monument von Castelluccio .

Im Inneren befindet sich eine kostbare Holzskulptur einer Muttergottes (von 1499), die Giovanni Antonio di Giordano, einem Meister-Bildhauer aus Norcia, zugeschrieben wird.
Die Hochebene von Castelluccio , 1400 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, ist eine der berühmtesten Flächen für den Anbau von Linsen. Die Varietät der hier wachsenden Linsen ist begrenzt und sie sind mit einer zarten, dünnen Schale bedeckt: So lassen sie sich ohne Einweichen kochen. Sie werden auch nicht in großen Mengen angebaut. Aus diesen Gründen wurden Linsen von Castelluccio von der Europäischen Union mit der Angabe Geografisch geschützter Anbau (IGP) ausgezeichnet . Blütezeit ist Juni, zwischen der ersten und in zweiten Woche, in der Ebene von Castelluccio. Besucher erleben eine ungeheure Vielfalt an Farben und Düften: Zwischen den kleinen Linsenpflanzen blühen zuweilen rote Mohnblumen und es lassen sich kräftig gelbe Wicken, Gänseblümchen, Veilchen und Kornblumen bewundern.


Cascia

Cascia ist die Heimatstadt der Heiligen Rita, der ‘Helferin in verzweifelten Fällen‘. Wenn Sie die Stadt besuchen, dürfen Sie nicht versäumen, die moderne Wallfahrtskirche in weißem Marmor aufzusuchen, wo der unverweste Körper der Heiligen aufbewahrt wird. Neben der Basilika befindet sich das Kloster von Santa Rita, wo Augustiner-Schwestern leben. Sehenswert sind auch: Palazzo Carli, Palazzo Santi, die Kirche Sant'Antonio Abate, die Kirche des Heiligen Franziskus, die Stiftskirche Santa Maria (Collegiata) und die Sankt Augustinus Kirche (San Agostino), die die Stadt aus einer Panorama-Lage überragt. In der Nähe von Cascia, führt Sie die Route auf den Spuren der Heiligen Rita nach Roccaporena, wo sie 1381 geboren wurde.
In diesem kleinen Dorf steht heute noch das Geburtshaus der Heiligen, der Fels des Gebetes (der Gebirgsausläufer, der das Dorf überragt und zu dem die Heilige sich zum Gebet zurückzog), die Kirche von San Montano, das Haus ihres Mannes, das Aussätzigen-Lazarett und der Garten der Wunder (in dem im Winter 1457 eine Rose erblühte und ein Feigenbaum reifte).


Assisi

Assisi liegt am Fuße des Monte Subasio. Das Erscheinungsbild von Assisi, sowohl der Häuser als auch seines gesamten Stadtgefüges, wurde sicherlich durch seine Entwicklung im Mittelalter bestimmt. Der älteste Stadtkern wird von acht Toren und mittelalterlichen Mauern geschützt, die sehr gut erhalten sind und an zwei Burgen enden: Rocca Maggiore, von Kardinal Albornotz in 1367 neu erbaut und Rocca Minore. Höchst bedeutend sind natürlich die Basilika des Heiligen Franziskus, aber auch die Kirchen der heiligen Klara und St. Peter. Auf der Piazza del Comune stehen der schöne, 1337 erbaute, Palast der Priors (Palazzo die Priori), der Palazzo del Capitano del Popolo (13. Jhd.), der Tempel der Minerva (1. Jh. v. Chr.) und das Forum Romanum.
In der Umgebung kann man weitere Orte besichtigen, die mit dem Leben des Heiligen Franziskus von Assisi verbunden sind, wie die Einsiedelei (l'Eremo delle Carceri), mitten in einem dichten Wald aus Eichen und Steineichen auf den Hängen des Subasio gelegen. Ebenso das Kloster von San Damiano , das um ein Oratorium (Betsaal) entstanden ist und wo der Heilige Franziskus eine vom Kreuz her kommende Stimme hörte. Auf tieferer Ebene findet sich schließlich die imposante Basilika Santa Maria degli Angeli, die nach Plänen von Alessi zwischen 1569 und 1679 zum Schutz der Portiunkula-Kapella erbaut wurde, dem Treffpunkt der ersten armen Franziskanerbrüder.


Marmore Falls

Die Anlage der Wasserfälle geht auf 271 v. Chr. zurück: Eine erstaunliche Ingenieursleistung der Römer, die dazu diente, den Wasser-Rückfluss des Flusses Velino zu fördern, da es zu häufigen und verheerenden Überschwemmungen kam, wie auch zur Umwandlung ausgedehnter Flächen in ungesunden Sumpfgebieten. Der Bereich der Wasserfälle wird durch Ablagerungen von Travertin gebildet, brüchiges Gestein, das aufgrund intensiven Wasserkreislaufs, zur Bildung von Höhlen, Grotten, Höhlen und karstiger Formationen führte. Die Haupthöhlen, sowohl in Bezug auf ihr Interesse für die Höhlenkunde als auch hinsichtlich ihrer Schönheit und der eindrucksvollen Umgebung, sind in drei verschiedene Geländekomplexe eingeschlossen: der erste wird von der Grotta della Morta und der Grotta delle Diaclasi gebildet, der zweite von der Grotta delle Colonne und schließlich gibt es noch die Grotta della Condotta.
Die Vegetation längs des ganzen Wasserverlaufs ist üppig und blühend. Ein Besuch im Botanischen Garten, im Regionalpark des Flusses Nera (2120 Hektar) gelegen, ermöglicht es, verschiedene Arten von Pflanzen zu bewundern, die in diesem Gebiet heimisch sind. Die zu beobachtende Wasserfauna ist sehr vielfältig. In den Wäldern sind viele Vogelarten zuhause.



Montefalco

Montefalco wird, dank seiner zauberhaften geographischen Lage, auch als ‘Aussichtsterrasse Umbriens‘ bezeichnet. Es ist aber auch für die Fresken im Inneren seine Kirchen berühmt, die für eine tiefere Kenntnis der umbrischen Malerei entscheidend wichtig sind.

Seine Heiligtümer sind eine wichtige Etappe von Pilgerreisen, um die umbrischen Spiritualität kennenzulernen, die noch zu entdecken ist. Der Weinanbau im Gebiet von Montefalco geht bis zur Römerzeit zurück. Dank der Sagrantino-Weintraube ist Montefalco für seine Weine berühmt, ihr verdankt er seinen Erfolg. Der Wein wird nur auf diesen Hügeln und zwischen den Stadtmauern kultiviert. Die Produktionsgegend der ‘Montefalco‘-Weine liegt im Zentrum von Umbrien, in vollkommen hügeligem Gebiet von 16.000 Hektar, in optimaler Lage mit besonderen geologischen Eigenschaften. Es gibt zwei Arten von Sagrantino: Trocken und Trockenbeerauslese, Rot und Weiß: ‘Montefalco‘ eben.